Chlorosen, Nekrosen, Blattflecken, Wachstumsstörungen…

Die aktuelle Witterungslage (zeitweise hohe Temperaturen, starke Sonneneinstrahlung, sehr hohe Trockenheit, regional Hagel) ist die Ursache, dass viele Pflanzenarten unter Stress stehen. Unter diesen Umständen treten pflanzenphysiologisch bedingt abnormes Wachstum und Blühen, gestörte Chlorophyllbildung, Farbveränderungen u.ä. auch an Standorten auf, die optimal versorgt sind. Nährstoffe und Wasser können nicht gleichmäßig im Pflanzengewebe verteilt werden. Zusätzlich erscheinen Virussymptome wie Blattflecken, verkrüppelte Früchte, die unter normalen Bedingungen nur latent vorhanden waren. Im Wesentlichen ist das Aussehen des Pflanzenbestandes eingeschränkt.

Nur durch optimale Pflege kann unter diesen Witterungsbedingungen der betroffene Pflanzenbestand in den Normalzustand gebracht werden. Auch ein Ausschneiden sehr stark geschädigter Bereiche empfiehlt sich, um den nachfolgenden Befall durch Pilzkrankheiten im Bestand vorzubeugen. Werden jedoch jährlich wiederholt auffällige Veränderungen im Wuchsverhalten wie z.B. deformierte Früchte festgestellt, sollte man sich von diesen Pflanzen trennen. Auf Samenernte oder Vermehrung mittels Stecklingen und Teilung krank aussehender Pflanzen sollte verzichtet werden, da z.B. Viren dadurch weiter verbreitet werden.

Als Hilfsmittel lassen sich Braunalgenextrakte (Algan), flüssige Huminsäuren (Lignum B Humat) oder auch Bakterienmischungen (Bio Taurus Linie) zur Regeneration der Pflanzen einsetzen.