Rosenseminar im Juni

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Rostbraune Überwüchse an Bäumen

Rinden unterschiedlicher Baumarten erscheinen rostbraun. Verursacher sind eine Vielzahl von Grünalgen. Diese verbreiten sich ähnlich wie Pilze über Sporen. Die rotbraunen Arten besitzen einen eingelagerten braunen Farbstoff, der die Oberfläche rostbraun erscheinen lässt. Insbesondere die Rotbraune Fadenalge Trentepohlia umbrina ist hier zu nennen.
Alle Grünalgen sitzen nur als Belag auf der Oberfläche der Rinde und bilden keine Verbindung zum lebenden Gewebe. Eine Schädigung der betroffenen Gehölze tritt nicht ein. Flechten bilden eine Symbiose aus Algen und Pilzen. Zur Ernährung nehmen sie Wasser und Nährstoffe direkt aus der Luft, nicht aus den Pflanzen, an denen sie haften. Flechten gelten als Indikatoren für saubere Luft! Je schadstoffärmer und feuchter die Luft in einer Region ist, umso mehr Flechten kommen vor. Erst in den letzten Jahren sind in unseren Gärten die gelblichen Flechten auf dem Vormarsch. Dabei handelt es sich insbesondere um die Gewöhnliche Gelbflechte (Xanthoria parietina).
Schäden durch diese Flechten entstehen nur an schwach wüchsigen überalterten Gehölzen, häufig an vergreisten Stachelbeerbüschen, alten Apfelbäumen und auch an Zierhecken. Werden insbesondere die Triebspitzen überwuchert, kann im Frühjahr bei einer Behandlung gegen Mehltau mit Netzschwefelpräparaten die gute Nebenwirkung gegen Algen und Flechten genutzt werden. Meist reicht jedoch ein Verjüngungs- /Auslichtungsschnitt und eine Düngung der Gehölze aus, um das Wachstum zu aktivieren.