Buchsbaumzünsler

In den nächsten Wochen, sobald die Temperaturen erstmalig tagsüber 15-18°C erreichen, ist mit dem Ausschlüpfen der überwinternden Larven des Buchsbaumzünslers aus den Überwinterungsgespinsten zu rechen. Dementsprechend sollte ab Mitte –Ende März auf erste Fraßerscheinungen an den neu austreibenden Blättern geachtet werden. Wo im Vorjahr Befall durch Buchsbaumzünsler aufgetreten war, sollte ab April eine Behandlung mit einem zugelassenen Präparat z.B. Neudorff XenTari gegen die noch kleinen Überwinterungslarven  erfolgen.

Da Kohlmeisen, Gartenrotschwanz u. a. Singvögel die Buchsbaumzünslerlarven auch fressen, ist es als unterstützende Maßnahme auch sinnvoll, bei entsprechenden Gegebenheiten in der Nähe der Buchsbaumhecken Nistkästen aufzuhängen.

Im weiteren Verlauf des Frühjahrs ist es sinnvoll ab Mitte / Ende April Buchsbaumzünslerfallen in die Bestände zu hängen, um die männlichen Falter anzufangen. Somit bleibt die Eiablage der Weibchen unbefruchtet.

Aktuelles

Winterschutz überprüfen

Der Winterschutz bei Stauden, Rosen und immergrünen Gehölzen sollte jetzt überprüft werden, weil es weiterhin nachts merklichen Frost gibt. Auch bei raschem Wechsel zwischen Bodenfrost und Tauperioden kommt es nicht selten zu Wurzelschäden, die durch ein Abdecken mit Reisig oder Mulch verhindert werden können.

Rosen leiden unter Kahlfrösten besonders dann, wenn ihre Rinde noch grün und weich ist. Entstehende Risse in der Rinde sind später häufig Eintrittspforten für Pilzkrankheiten. Leider noch viel zu häufig sieht man Hochstammrosen oder Gehölze in Kübeln, die eng in mehrere Schichten Folie eingewickelt sind. Dies ist kein geeigneter Frostschutz. In der Folie kommt es durch Kondenswasser zu starker Verpilzung der Triebe. Besser luftdurchlässiges Vlies oder Jutegewebe verwenden.
Mit zunehmender Sonnenintensität bei gefrorenen Böden ist Schattierung bei winter- und immergrünen Gehölzen ratsam. Auf der Sonnenseite erwärmt sich die Gehölzrinde und trocknet aus. Notwendiges Wasser kann aber aus dem gefrorenen Boden nicht nachgeliefert werden. Hält diese Wettersituation länger an, kommt es zu starken Schäden durch Vertrocknen. Sichtbar werden die Schäden erst im Frühjahr. Braune oder anfangs rötlich verfärbte Blätter sind erste Anzeichen hierfür. Das ganze Ausmaß der Schäden zeigt sich erst im April an vertrockneten Trieben und Blättern. Solche Gehölze werden in der Folge leicht von Borkenkäfern oder Holz zerstörenden Pilzen befallen. In frostfreien Perioden ist an zusätzliche Wassergaben zu denken.

Quelle: Pflanzenschutzamt Berlin